
LED in der Growbox: Leistung, Abstand und Lichtstunden
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Wie viel LED-Leistung braucht eine Growbox wirklich, wie weit hängt die Lampe über den Pflanzen und wie viele Stunden Licht pro Tag? Die Richtwerte pro Boxgröße – ohne Marketingzahlen.
Kurz gesagt: Rechne mit rund 150–200 Watt tatsächlicher Leistungsaufnahme pro Quadratmeter für die Blütephase; in der Wachstumsphase reicht etwa die Hälfte. Der Abstand hängt vom Modell ab und wird über die Pflanzenreaktion feinjustiert, nicht über eine feste Zahl. Photoperiodische Sorten laufen in der Wachstumsphase mit 18 Stunden Licht und wechseln mit 12/12 in die Blüte.
Bei LED-Lampen kursieren zwei völlig verschiedene Zahlen. Die tatsächliche Leistungsaufnahme ist das, was das Gerät aus der Steckdose zieht – diese Zahl steht auf dem Typenschild und in der technischen Spezifikation. Daneben werben manche Anbieter mit einem „HPS-Äquivalent“ oder der Summe der theoretischen Chip-Maximalleistung. Diese Werte sind für die Planung wertlos.
Orientiere dich immer an der realen Aufnahme in Watt. Wenn eine Lampe mit „2000 W“ beworben wird und im Datenblatt 200 W Aufnahme stehen, ist sie eine 200-Watt-Lampe.
| Grundfläche | Blüte (reale Aufnahme) | Wachstum | Pflanzen |
|---|---|---|---|
| 60 × 60 cm | ca. 60–80 W | ca. 30–40 W | 1–2 |
| 80 × 80 cm | ca. 100–130 W | ca. 50–65 W | 2–3 |
| 100 × 100 cm | ca. 150–200 W | ca. 75–100 W | 3 |
| 120 × 120 cm | ca. 220–290 W | ca. 110–145 W | 3 |
Die Pflanzenzahl orientiert sich an der gesetzlichen Obergrenze von drei blühenden Pflanzen im privaten Eigenanbau. Eine größere Box bedeutet in der Praxis also nicht mehr Pflanzen, sondern mehr Platz und Licht pro Pflanze – was in der Regel den größeren Effekt auf den Ertrag hat.
Bei niedriger Innenhöhe lohnt zusätzlich ein Blick auf die Höhenangabe der Sorte: Blue Zushi Limited Edition und Iced Sangria Triploid F1 sind mit 80 bis 100 cm die kompaktesten Sorten in unserem Sortiment, während The Real Amnesia indoor mit 130 bis 160 cm angegeben ist und entsprechend Raum nach oben für die Lampe braucht.
Eine allgemeingültige Zentimeterangabe gibt es nicht, weil Lichtstärke und Abstrahlwinkel je nach Modell stark variieren. Verbindlich ist immer die Herstellerangabe zur Lampe. Als Ausgangspunkt gilt:
Die Pflanze sagt dir, ob es passt. Zu nah: die obersten Blätter wirken gebleicht oder wie ausgebrannt, während der Rest gesund aussieht; die Blattränder biegen sich nach oben. Zu weit: lange Abstände zwischen den Nodien, dünne Stiele, die Pflanze streckt sich.
Die Dunkelphase in der Blüte muss ununterbrochen sein. Schon regelmäßige Lichteinbrüche – eine geöffnete Box, eine Kontrollleuchte – können den Blührhythmus stören. Eine mechanische oder digitale Zeitschaltuhr ist Pflicht, kein Zubehör.
Mehr Licht ohne passende Rahmenbedingungen bringt nichts. Drei Punkte begrenzen den Nutzen einer stärkeren Lampe:
Für den Heimanbau ja – nicht unbedingt wegen des Ertrags, sondern weil du unter weißem Licht überhaupt erkennst, wie deine Pflanze aussieht. Mangelbilder, Schädlinge und Verfärbungen sind unter reinem Rot-Blau-Licht praktisch unsichtbar.
Ja. Sie ersetzt eine zweite Lampe für die Anzucht, erlaubt das schrittweise Hochfahren nach dem Umtopfen und senkt in der Wachstumsphase den Stromverbrauch. Bei nur einer Anschaffung ist Dimmbarkeit das sinnvollste Ausstattungsmerkmal.
Rechne die reale Leistungsaufnahme mal die täglichen Lichtstunden. Eine 150-W-Lampe bei 12 Stunden ergibt 1,8 kWh pro Tag, also rund 54 kWh im Monat – zuzüglich Lüfter. Multipliziert mit deinem Strompreis hast du den Monatswert.
Für die ersten Tage eines Sämlings reicht sie meist. Für Wachstum und Blüte nicht: Die Lichtstärke liegt um Größenordnungen unter dem, was eine Pflanze in der Blüte braucht.
Komplette Sets aus Zelt, Lampe, Abluft und Filter findest du in unseren Growbox-Komplettsets.
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